Ein neuer Pullover, das Summen der Lampe, zu viele Stimmen auf einmal – und dein Kind kippt scheinbar grundlos. Der Grund heisst oft Reizüberflutung. Zu verstehen, was dahintersteckt, macht euren Alltag spürbar leichter.
Was ist Reizüberflutung?
Bei vielen autistischen Kindern werden Sinnesreize weniger stark gefiltert. Licht, Geräusche, Gerüche, Berührungen kommen intensiver und gleichzeitig an. Was für uns Hintergrund ist, ist für dein Kind ein Ansturm – bis das Nervensystem überläuft.
Die versteckten Auslöser im Alltag
Oft sind es Kleinigkeiten, die niemand sieht: das kratzende Etikett im Pulli, das Piepen an der Kasse, der Geruch im Supermarkt, viele Menschen, die gleichzeitig reden. Für dein Kind ist das nicht „ein bisschen viel“, sondern alles auf einmal.
Was hilft: das Umfeld anpassen
- Reize reduzieren: Lärmschutz-Kopfhörer, ruhige Rückzugsorte, weiche nahtlose Kleidung.
- Vorbereiten statt überraschen: ankündigen, was kommt.
- Pausen einplanen: lieber früher raus, bevor die Welle bricht.
Früh erkennen
Achte auf erste Zeichen: Unruhe, gehetzter Blick, Hände an den Ohren. Wer sie früh liest, kann gegensteuern. Nicht dein Kind muss die Welt aushalten – wir machen die Welt ein Stück weicher. Das ist der Kern der RUHE-Methode.
Mehr konkrete Schritte gibt es in meinem kostenlosen Eltern-Guide.
Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle Beratung, Diagnostik oder Therapie.